Cavalierbande

molfsee 06

Wanderung ins Ungewisse

 

oder

 

Wie aus einer Stunde 5 wurden

Ein Erlebnisbericht.
 

Eigentlich wollten wir ins Vieburger Gehölz, geparkt haben wir dann aber am Schulensee, mit der Absicht von dort die Wanderung zum Wald zu starten. Aber da wir in die falsche Richtung gingen und dann nicht wieder zurücklaufen wollten, entschlossen wir uns um den See zu gehen. Auf der Wanderkarte, die am Weg stand, sah das nach einer Stunde wandern aus.
Und damit fing unsere Reise ins Ungewisse an.
Tapfer den Wanderpfeilen folgend, kamen wir durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Bonny lief ständig voraus, natürlich angeleint, und schnüffelte was die Nase hergab. Die Temperaturen waren angenehm und wir genossen die Ruhe und die Natur. Wir trafen auf keine anderen Sparziergänger.
Eine Spurensuche, bei der Bonny meinen Freund finden musste der ein Stück voraus gegangen war, sorgte für Abwechslung.
Wir trafen auf allerhand Schnecken, die das feuchte Wetter nutzten um auch mal wieder unterwegs zu sein. Eine hat dabei leider ihr Leben lassen müssen. Es war ein Versehen!

Dann kamen wir an der Rückseite des Freilicht Museums Molfsee vorbei, dort machte der Weg einen kleinen Schlenker nach links, was wir sehr beruhigend fanden, denn wir liefen schon eine ganze Weile.
Wir trafen auf die Eider, ein kleines Flüsschen, als gerade ein paar Paddler in ihre Boote stiegen. Wir traten näher ans Wasser heran. Bonny stellte ihre Vorderpfoten auf eine Reihe von Holzpfählen und schaute runter und plötzlich sprang sie rein! Ein Schock für alle! Denn zum einen Bonny war anscheinend davon ausgegangen das Entengrütze genug Tragkraft hat, um darauf zu stehen, was sich nun als falsch erwies und zum anderen guckten wir ziemlich dumm aus der Wäsche als wir sie da unten planschen sahen. An Geschirr und Leine hievte mein Freund sie wieder aus dem Wasser. Wieder festen Boden unter den Pfoten, wurde sich erstmal geschüttelt das die Grütze flog! Mehrmaliges Bauchrobben in alle Himmelsrichtungen entfernte die letzten Reste und brachte auch uns wieder zum lachen.
Wir wanderten munter weiter und es fiel uns auf, dass wir uns immer mehr vom See entfernten und somit auch unserem auserkorenem Ziel. Aber es hatte sich keine weitere Möglichkeit ergeben die Richtung zu ändern und so mussten wir ja auf dem richtigen Weg sein.
Wir trafen auf eine Herde Kühe, rotbraune, die ersten die ich in Kiel bzw. der Umgebung sah, seit ich dort wohne! (Das könnte jetzt auf mehrer Dinge hindeuten: 1. Ich geh zuwenig raus oder 2. Es gibt in Städten einfach keine Bauern mehr) Es waren wirklich schöne Tiere. Bonny war da anderer Meinung. Große schnaubende, wiederkäuende Pelzdinger, die um einiges Größer waren, konnten ihrer Meinung nach nicht harmlos sein! Und so versuchte sie mit bellen, knurren und jaulen die Kühe einzuschüchtern. Leider muss ich sagen, es hat nicht geklappt. Und nach einer knappen viertel Stunde gab´s dann noch eine Herde.
Das Leben eines Hundes kann hart sein.

Dann nach etwa anderthalb Stunden kamen wir an eine Brücke, an der wir die Eider überquerten (Molfsee). Und entdeckten ein paar wirklich dicke Spinnen, die uns dazu veranlassten unsere Pause woanders fortzusetzen.Zudem wurde der Himmel langsam grau und drohte mit Regen. Das hatte uns gerade noch gefehlt.
Als wir einen kleinen steilen Pfad hinaufgingen kam uns ein Pärchen auf Fahrrädern entgegen. Das erste mal das wir auf andere Leute stießen und die Hoffnung nicht ganz falsch zu sein, keimte in uns auf. Oben angekommen führte der Weg entweder rechtsherum oder linksherum weiter. Keine Frage, wir gingen links, denn wir wollten ja mal langsam zurück.
Der Weg lag unter Bäumen, die langsam zu Sträuchern wurden, welche wiederum zu mannshohen Brennnesseln wurden und den Weg mitten drin beendeten. Verflixt. Wir mussten umkehren. Und langsam bekamen wir Menschen Hunger. Bonny hatte wenigstens das Glück immer mal wieder ein Leckerli zu bekommen.
Zurück an der Gabelung gingen wir nun doch rechts entlang und kamen nach einer Weile in ein Dorf mit dem Namen Kleinflintbek. Hier fragten wir dann mal wo wir uns denn so ungefähr befänden und wie wir weitergehen könnten. Die erschütternde Nachricht: „Da gehen Sie am Besten wieder zurück“ Waaaaaas?! Mittlerweile schüttete es! Das Gewitter, das wir hören konnten, entfernte sich allerdings Richtung Kieler Förde und verschonte uns weitgehend. Unter den Bäumen fanden wir auf unserem Weg zurück etwas Schutz vor der herabfallenden Nässe. Wir waren fast 2 Stunden unterwegs gewesen bis wir wieder in Molfsee angekommen waren. Nun liefen wir auf einem Fuß- und Fahrradweg an der Hauptstraße zurück in Richtung Kiel- Schulensee und Auto. Der letzte Höhepnkt war… eine Herde Kühe, diesmal schwarz mit weiß. Das nenn ich Holstein- Safari!
Eine Stunde später waren wir endlich wieder beim Wagen. Es war jetzt viertel vor acht. Vor 5 Stunden waren wir zu einer kleinen Runde im Vieburger Gehölz aufgebrochen und kamen jetzt von einer Odyssee im Molfseer Naturschutzgebiet zurück.

Wir sind sehr stolz auf unsere Bonny, die diese Tour mit Bravour gemeistert hat. Zu Hause lag sie dann total erledigt, wie wir alle, auf der Couch. Was ein toller Tag!

Was wir daraus gelernt haben?

Besorg Dir bei Zeiten eine Karte der Umgebung.
 
Kauf Dir eine Uhr.

Und nimm immer Verpflegung für Dich selbst mit.

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